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Themenselbstbestimmung auf dem EFT-D.A.CH Jahrestreffen PDF Drucken E-Mail

BARCAMP: Themenoffene Workshops bestimmten das D.A.CH-Jahrestreffen am 16.03.2013 in Berlin

Von Karin Bütof

Unsere Vorstandsvorsitzende Brigitte Hainz eröffnete unser 9. EFT Jahrestreffen. Nach einer kurzen Einführung über den Ablauf des Tages, übernahm Ronald Hindmarsh die Leitung des Barcamps. Für die meisten von uns war das eine ganz neue Erfahrung: Bei einer kurzen Vorstellungsrunde mit Namen und Wohnort, beschrieben die 17 Teilnehmer/innen jeweils mit drei Schlagworten ihr Interesse an EFT.

Anschließend konnten sich einzelne Teilnehmer/innen bereit erklären, Sessions zu Themen zu halten, oder nach Themen zu fragen, die sie interessierten. Die Themen, bei denen das größte Interesse da war, wurden in eine Stundentafel eingetragen. Das alles ging unerwartet schnell und brachte Workshops mit spannenden Inhalten:

Die Veranstaltungen A, B, und am Nachmittag auch C, fanden jeweils zu den angegebenen Uhrzeiten gleichzeitig statt.

 

Uhrzeit                      A                                             B

11.20 Uhr               Kriegsenkel Thematik         EFT D.A.CH

Cynthia Doll                      Aufstellung des Systems

auf dem Systembrett

Kerstin Warkentin und Brigitte Hainz

Zu A: die Teilnehmer/innen diskutierten folgende Inhalte: Die Kinder der Kriegskinder = Kriegsenkel, bewältigen die seelische Aufarbeitung der Kriegstraumata, weil ihre Eltern den materiellen Wiederaufbau betrieben haben und sich den Traumata nicht stellten.

Zu B: Die Teilnehmer/innen stellten den D.A.CH –Verband in einem System auf. Dabei konnte jeder an sich klopfen und die verschiedenen Aspekte, Gefühle, Verletzungen und Fragen bearbeiten und neutralisieren. In einem dynamischen Prozess wurden die Figuren und Gegenstände, welche die Teilnehmer und alle Mitglieder symbolisierten, immer wieder neu bewegt, weggenommen oder hinzugefügt.

Das Ergebnis war nach 45 Minuten mehr als beeindruckend. Wir erhielten ein Bild, in dem alle Mitglieder, Vorstandsmitglieder, anwesende und nicht anwesende Teilnehmer in einer dynamischen Bewegung um den Mittelpunkt „kreisten“. Dieser wurde von den Teilnehmer/innen als „der neue Verband“ identifiziertet.

Am Ende des Tages gab es für dieses Thema noch einen gemeinsamen, abschließenden Heilungsprozess:für den Verband, für alle anwesenden und nicht anwesenden Mitglieder und alle anwesenden und nicht anwesenden Vorstandsmitglieder seit der Gründung unseres Verbandes durchzuführen.

Ronald Hindmarsh begann mit seinem systemischen Ansatz und wir klopften u.A. folgenden Sätze:

„Wir haben unsere Gefühle zu diesen Themen und wir sind ok so, wie wir sind. Unsere Verbundenheit als Mitglieder des Verbandes auf einer höheren Eben bleibt so oder so bestehen.“

Anschließend führte uns Gisela Kissing durch die „Tonglen Meditation“. Dies ist eine buddhistische Meditation des Gebens und Nehmens. Danach führten wir noch einige Schritte von TAT durch.

Für die Teilnehmer war diese gemeinsame Abschlussarbeit für den Tag wertvoll und reinigend auf allen Ebenen. Es breitete sich eine friedliche und den Verband stärkende Stimmung aus.

Vielen Dank an Ronald und Gisela!

 

Uhrzeit                      A                                                        B______

12.25 Uhr               Smiling Sounds        EFT und die Verwendung    

Robin Poliwoda       von Aromaölen

Brigitte Hainz

Da alle Teilnehmer/innen beide Vorträge hören/mitmachen wollten, haben sich Brigitte und Robin die Zeit geteilt und ihre Themen jeweils allen Teilnehmern vorgestellt.

Zu A: Robin Poliwoda stellte uns die Methode "Smiling Sounds" vor. Sie ist eine ganzheitliche Methode, bei der durch Atmung zuerst den einzelnen Organen ein Lächeln geschickt wird. Dann wird durch die Erzeugung von Lauten, Bewegung und der Imagination von Farben die wichtigsten Organe im Körper entsprechend angesprochen.

Robin lernte die Methode bei Jürgen Vollmann. Links zu der Methode gibt es bei Youtube unter "Six healing sounds" oder unter "sechs heilende Laute."

Zu B: Brigitte Hainz stellte uns ihre Arbeit „EFT und Essentielle Öle“ vor. Durch das Ausprobieren der verschiedensten Aromen konnten wir direkt die Wirkung auf den Körper, Geist und Seele erfahren und erspüren. Der ganze Raum duftete danach und Gisela Kissing meinte: „Jetzt durften wir endlich die weibliche Seite erleben“.

Nach der Mittagspause haben wir die Reihenfolge der Sessions für den Nachmittag länger diskutiert, weil sie alle sehr spannend waren. Wir entschieden uns für folgende Themen:

 

Uhrzeit          A                                 B                                             C_________________

15.40.H Selbstverzeihungs- Poster Psychoedukation      EFT u. pflegende Berufe

                   Übung                    (Trauma) Cynthia Doll        pflegende Angehörige

         Katharina Shobha Sünkel                                          Christiane Grümmer

 

Zu A: Katharina Shobha Sünkel stellte den Teilnehmer/innen eine von ihr entwickelte Übung für Klienten vor, die sich stark selbst beschimpfen oder anklagen. Durch die Übung wird es möglich, den Kreislauf der ständigen Selbstbeschimpfung zu durchbrechen, zu transformieren, und einen Heilungsprozess in Gang zu setzen.

Zu B: Cynthia Doll erklärte uns, wie die Abläufe im Gehirn bei einem traumatischen Ereignis sind, wie dieses im Gehirn gespeichert wird und warum es durch Trigger wieder unkontrolliert abgerufen wird.

Zu C: Die Diskussion in dieser Session lief sehr schnell in eine andere Richtung. Einige Teilnehmer/innen berichteten von ihren Erfahrungen mit EFT und Alzheimer/Demenz-Patienten. In der Praxis ist EFT auch hier sehr erfolgreich. Z.B. kann man durch das Klopfen den Zugang zur Erinnerung kleiner Information ermöglichen. Weiters wurden Möglichkeiten diskutiert, auch dieser Klientel den Zugang zu EFT zu ermöglichen.

Ronald hatte bei Twitter ein EFT DACH Barcamp- Account eröffnet. Unsere Themen wurden „ge-tweetet“, was sich wieder werbetechnisch positiv für EFT und DACH auswirkt.

 

Nach Abschluss des Barcamps gaben wir Ronald unser Feedback:

Ich berichtete, dass für mich das hierarchiefreie Lernen, die Flexibilität, an jeder Veranstaltung jederzeit teilzunehmen oder sich auch wieder zu verlassen und die ganze Freiwilligkeit der Situation, ein stressfreies Lernen ermöglichten. Ich fühlte mich auch nach einem Tag voller neuer Lerninhalte frisch.

Gisela gab ebenfalls ein positives Feedback und machte die Anregung, dass für ein nächstes Barcamp die Themen, die angeboten werden, schon vorab an alle Mitglieder gemailt werden. So ist jeder vorab informiert und kann sich auf die Tagung und die Themen vorbereiten, die ihn erwarten.

Zusammenfassend kann gesagt werden: In der unkomplizierte Atmosphäre konnte sich jeder von uns ungezwungen und frei bewegen. Die Art der Präsentationen auf gleicher Augenhöhe, die angenehme Gruppengröße und die Dynamik, die sich dabei entwickelte, war stärkend, informativ und Impuls gebend. Manchmal wollten am liebsten überall gleichzeitig sein, weil die Themen so interessant waren.

Durch die Gruppendynamik und die Offenheit, die in einem Barcamp herrscht, werden ganz leicht neue Kontakte geknüpft und bestehende noch mehr vertieft. Die Fachgespräche werden in einer lockeren und auch begeisternden Form geführt.

Wer glaubt, Barcamp, Twitter und tweeten ist nur für junge Freaks, irrt gewaltig!

Mönchengladbach, 2013-03-26

  

 

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