George Goodheart’s B&E–MethodeDass ein gewisser Roger Callahan bereits Anfang der 80er Jahre Phobien und Süchte über das Klopfen von Meridianpunkten erfolgreich behandelte, ist im Umfeld der gesamten Energiepsychologie hinlänglich bekannt. Mit der Identifikation von Psychologischer Umkehrung als primärer Hemmfaktor von Heilung und seiner Entwicklung der Behandlungsmethode „9 Gamut“ etablierte sich der amerikanische Psychologen mit seiner "Gedankenfeldtherapie" ("Though Field Therapy") endgültig als Urvater aller Meridiantherapien. Abgesehen von der seit Jahrtausenden genutzten mechanischen Stimulation vonMeridianpunkten reichen die Wurzeln des heutigen EFT in der westlichen Therapiemethodik jedoch noch weiter zurück ...
Der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart entwickelte in den 60er Jahren die Angewandte Kinesiologie und erkannte bereits früh Zusammenhänge zwischen gestörten Muskelfunktionen, Organschwächen und den jeweiligen Meridianen.
Jedes der Außen – Innen – Organpaare der Traditionellen Chinesischen Medizin hat einenAnfangs- oder Endpunkt im Bereich des Kopfes, laut Goodheart’s Hypothese erfolgt dieSchaltung der somatischen Verarbeitung psychischer Reize über diese Punkte derGesichtsmeridiane. Die Behandlung von Störung mit psychosomatischem Hintergrund, Phobien, emotionalen Beschwerdebildern sowie allen Formen von Schmerzen, Empfindlichkeiten, Unverträglichkeiten und knöchernen Läsionen erfolgt daher optimal über die speziellen Gesichtspunkte. Diese neuen Therapieform wurde als B&E–Methode (Beginning and Ending) oder als Melzack & Wall – Technik (nach den Erfindern der Gate Control Theory Mitte der 60er Jahre) bezeichnet. Bezüglich der Anwendung wurden über den Muskeltest der Meridianpunkt mit der stärksten Wirkung oder mehrere Punkte mit gleichem Ergebnis ertestet und anschließend beidseitig etwa 50 – 60 Mal im Sekunden-Rhythmus geklopft. Eine weitere Verfeinerung war die so genannte Setpoint – Technik, bei der die B&E–Punkte nach einander stimuliert wurden und gleichzeitig eine Therapielokalisation des Patienten zu anderen therapeutischen Referenzpunkten erfolgt. Die bei der B&E–Methode genutzten Punkte sind neben den aus dem EFT bekannten Punkten: - Magen 1 - Jochbein (JB) und
- Gallenblase 1 - Seitlich neben des Auges (SA)
zusätzlich noch die folgenden: - Dickdarm 20 - Nasenflügel (NF): In der Nasolabialfalte neben dem äußeren Nasenflügelrand.
- Dünndarm 19 - Vor demOhr (VO): Bei leichter Öffnung des Mundes in der Grube zwischen Tragus und Kiefergelenk.
- Blase 1 - Innenseite Auge (IA): An der Nasenwand auf Höhe des inneren Augenwinkels.
- Dreifacher Erwärmer 23 - Ende der Augenbrauen (EA): Auf den äußeren Enden der Augenbrauen.
 Copyright der Grafiken bei V. Stollnberger Roger Callahan und in der Folge auch Gary Craig haben diese Vorläufer-Variante bezüglich der genutzten Punkte erweitert und mit zusätzlichen Methoden – die Effizienz wesentlich steigernd – angereichert. In Anbetracht der ständigen Veränderung und Verbesserung des heutigen EFT durch Gary Craig, vor allem hinsichtlich der Auswahl von Behandlungspunkten und ihrer Zusammenfassung in den „Shortcuts“ scheint aber auch ein Rückblick auf die Ursprünge sinnvoll und interessant. Ein Vergleich mit den ersten Ansätzen verdeutlicht die enorme Vielfalt und Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten, Variationen und Wirkungsweisen von EFT nach Gary Craig. Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von Verena Stollnber (www.agathon.at). Ihr Buch mit einem faszinierenden Einblick in ganz unterschiedliche Behandlungs- und Selbsthilfetechniken aus dem Bereich der "energetischen Psychologie" Verlag Vianova erschienen. 
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